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Um unser Leben selbstbestimmt zu gestalten müssen wir uns innerlich frei fühlen. Auch sollten wir Erfahrung darin haben, Unsicherheiten und Spannungen auszuhalten. Dies zu üben und zu trainieren zählt zu den zentralen Lernaufgaben unseres Lebens. Je sicherer wir damit sind, umso selbstbewusster leben wir. 

Ängstliche, überfürsorgliche Eltern sind hier eine große Gefahr. Sie bremsen die Selbstständigkeitsentwicklung ihrer Kinder und leisten so einer „erlernten Hilflosigkeit“ Vorschub. Dieses gilt als ein Faktor zur Entstehung von Depression. In unserer Leistungs- und zielorientierten Gesellschaft werden sie oft als „Helikopter-Eltern“ bezeichnet und sind der „Schrecken“ vieler Lehrer. In allerbester Absicht hemmen sie die Eigenständigkeit des Kindes und legen damit den Grundsein für die Entwicklung eines eher selbstwert-schwachen und weniger lebenstüchtigen Menschen.

Aus den Erkenntnissen der Familientherapie wissen wir, dass Überfürsorglichkeit zu ähnlichen Entwicklungsstörungen führen kann wie Vernachlässigung. In beiden Fällen wird das Kind daran gehindert, die für selbstbewusstes Handeln so wichtige Erfahrung von „Selbstwirksamkeit“ zu machen. Dann wenn uns die Möglichkeit fehlt, die Konsequenzen unseres Handels selbst zu erleben und seine Auswirkungen am eigen Leib zu spüren, fehlt uns eine wichtige Rückmeldung und ein wichtiges Korrektiv.

Der Artikel über die „Nanny-Kultur“ in den USA beschreibt auf eindrucksvolle Weise, zu welchen unnatürlichen Fehlentwicklungen dieses bereits im Kindesalter führen kann. In Deutschland scheinen wir davon zum Glück noch ein wenig entfernt. Jedoch werden auch bei uns gesellschaftliche Entwicklungen sichtbar, die in diese Richtung weisen.

Um die Welt zu entdecken, um uns in ihr zurechtzufinden und sie selbst mit zu gestalten, ist es wichtig, dass wir uns auch mal „dreckig machen dürfen“. Wir werden nur dann selbstbewusst und wirklich frei, wenn wir uns auch mal verlaufen dürfen und auf die „Schnauze fallen“, denn nichts stärkt unseren Selbstwert mehr als die Erfahrung aus eigener Kraft wieder aufzustehen. Auch die Erfahrung von Niederlagen und Rückschlägen ist für die persönliche Entwicklung wichtig, denn wer als Kind nicht gelernt hat, zu verlieren wird im späteren Leben auf jede Prüfung oder Herausforderung mit Angst reagieren.

Die Komfortzone  aus Routine und Gewohnheit, in der wir uns als Erwachsene oft aufhalten, ist Gift für die persönliche Weiterentwicklung. Nicht nur als Kinder, auch als Erwachsene brauchen wir immer wieder die Erfahrung, an Grenzen zu stoßen und Herausforderungen zu meistern. Das hält unsere Psyche und unseren Geist jung.

In dem von mir geleiteten ONE Next Step – Training finden Menschen diese Chance. In 9 intensiven Tagen sind sie dabei eingeladen, die Fülle, Intensität und Vielfalt des Lebens in all seinen Facetten hautnah zu spüren. In einem sicheren Raum erleben sie Erfahrungen die unter die Haut gehen und lernen so über sich hinauszuwachsen und alte Vorstellungen und einschränkende Gewohnheiten hinter sich zu lassen. Sie erfahren: Innere Freiheit ist möglich!

Viel Erfolg beim Entdecken wünscht Ihnen

Ihr
Markus Klepper

 

Quellen

Bild: Shutterstock #1589028

„Die hysterische Kultur des Nanny-Staats USA, Die Welt
http://www.welt.de/politik/ausland/article136921336/Die-hysterische-Kultur-des-Nanny-Staats-USA.html

 

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